MARC A. HANEFELD
http://doc-hanefeld.de/
Schnecken-Navi

-> doc-hanefeld.de  || Medizin  || Notfallmedikamente

Notfallmedikamente

Die folgende Liste führt gängige Notfall-Medikamente auf.

Adalat®

Nifedipin, 10 mg pro Kapsel

Indikationen:
hypertone Krise, Angina pectoris
Wirkungsmechanisus:
Calciumrezeptor-Antagonist mit geringer Wirkung auf das Reizleitungssystem des Herzens
Dosis:
Kapsel zerbeißen oder einstechen und sublingual ausdrücken; als Depotgabe eine Kapsel komplett schlucken
Nebenwirkungen:
Kopfschmerzen, Flush, RR-Abfall, selten Stenokardien
Kontraindikationen:
Hypotonie, Schock, Gravidität, Eklampsie

Alupent®

Orciprenalin, 1 ml = 0,5 mg

Indikationen:
Asthma, Bradykardie, Antidot bei β-Blocker-Überdosierung
Wirkungsmechanismus
β-Rezeptor-Agonist, positiv inotrop, chronotrop, dromotrop, bathmotrop, bronchospasmolytisch
Dosis:
0,25-0,5 mg i.v. oder 1-2 Ampullen s.c. oder i.m. oder 10-30 mg/min. über Perfusor
Nebenwirkungen:
Gesichtsrötung, Tachykardie, RR - Abfall
Kontraindikationen:
bei frischem HI Risikoabschätzung

Anexate®

Flumazenil, 5 ml=0,5 mg

Indikationen:
Antidot für Benzodiazepine (Vergiftungen, Narkosebeendigung)
Wirkungsmechanismus
kompetitiver Antagonist der Benzodiazepine am GABAA-Rezeptor
Dosis:
innerhalb von 15 Sek. 0,2 mg i.v.; wenn keine Wirkung eintritt, Repitition von 0,1 mg; Maximaldosis 1 mg. CAVE:HWZ nur 1 Stunde, daher ggf. weitere Gabe!
Nebenwirkungen:
Übelkeit, Erbrechen, Angstgefühl, Herzklopfen bei zu rascher Injektion, RR-Abfall und -Anstieg, Entzugssymptome bei Benzodiazepin-Abhängigkeit
Kontraindikationen
Epilepsien, bei denen Benzos als Medikation eingesetzt werden; Risikoabschätzung bei Leberfunktionsstörungen

Aspisol®

Acetylsalicylsäure (ASS), 500 mg pro Injektionsflasche

Indikationen:
Schmerzzustände, bes. bei KHK; Thromboseprophylaxe
Wirkungsmechanismus:
COX-Hemmer, dadurch Prostaglandin-Hemmung, irreversible Hemmung der Thrombozyten- Aggregation, d.h. eine Normalisierung der Thrombozytenfunktion ist erst nach Bildung neuer Thrombozyten (ca. 7 Tage) bzw. nach Gabe von TKs zu erwarten. Weitere Wirkungen: analgetisch, antipyretisch, antiphlogistisch.
Dosis:
500-1000 mg langsam i.v., am besten als Kurzinfusion
Nebenwirkungen:
Magenbeschwerden, erhöhte Blutungsneigung, Bronchokonstriktion bei Überempfindlichkeit, sehr selten Reye-Syndrom bei Kindern
Kontraindikationen:
gastrointestinale Ulzera, erhöhte Blutungsneigung (Thrombozytopathien!), Asthma bronchiale; außerdem Gravidität im letzten Trimenon: ASS führt offensichtlich zu einem frühzeitigen Verschluß des Ductus arteriosus Botalli!
Interaktionen:
CAVE bei bestehender Therapie mit Antikoagulantien! Wirkungsverminderung bei Diuretikatherapie, da Acetylsalicylsäure renal eliminiert wird

Atosil®

Promethazin, 2 ml=50 mg

Indikationen:
Übelkeit, Erbrechen, Erregungszustände, Prämedikation
Wirkungsmechanismus:
H1-antihistaminisches Neuroleptikum, sedativ, antianaphylaktisch, antiemetisch
Dosis:
1/2-1 Ampullen (25-50 mg) langsam i.v., intraglutäale Injektion möglich
Nebenwirkungen:
Sekretionsstörungen, Tachykardie, RR-Abfall, Dyskinesien, paradoxe Reaktionen, Gewebeschäden bei paravenöser Injektion!
Kontraindikationen:
Intoxikationen mit Ethanol und zentraldämpfenden Pharmaka
Interaktionen:
Wirkungssteigerung bei zentraldämpfenden Pharmaka, bei Dormicum erhöhte Gefahr von paradoxen Reaktionen

Atropin®

Atropin, 1 ml=2 mg bzw. 10 ml=100 mg (Antidot)

Indikationen:
bradykarde HRST, Asystolie; Intoxikationen mit Alkylphosphaten (Insektizide)
Wirkungsmechanismus:
Parasympatholytisch durch m-Cholinorezeptor-Antagonismus; positiv chronotrop, hemmt Speichel-, Schleim- und Bronchialsekretion
Dosis:
0,5-1,0 mg i.v., evtl. wiederholen; Gesamtdosis 2 mg; bei Intoxikationen initial 50-100 mg i.v.
Nebenwirkungen:
Tachykardie, Mydriasis
Kontraindikationen:
im Notfall keine KI; cave:: Glaukom, AMI

Bronchoparat®, Solosin®, Euphyllin®

Theophyllin, 10 ml=200 mg

Indikationen:
Asthma, Status asthmaticus, Lungenemphysem, Rechtsherzinsuffizienz
Wirkungsmechanismus:
Phosphodiesterase-Hemmer; bronchodilatatorisch, Herabsetzung des Atemwegswiderstandes; Hemmung der Mediatorfreisetzung, Anregung der mukoziliären Clearance; positiv chronotrop und inotrop; diuretische Wirkung
Dosis:
initial meist 1 Amp. langsam i.v. (EKG, Tachykardie!); Erhaltung 0,6 mg/kg/h; Applikation kann auch oral und durch den Tubus erfolgen
Nebenwirkungen:
Tachykardie, Unruhe, Übelkeit, RR-Abfall, allergische Reaktionen (Hilfsstoff-vermittelt)
Kontraindikationen:
Epilepsie, Tachykardie, kardiogener Schock
Interaktionen:
Sympathomimetika (Verstärkung, teils erwünscht, aber verstärkt HRST!), inkompatibel mit Fruktose- und Glukose-Infusionslösungen!

Buscopan®

Butylscopolamin, 1 ml=20 mg

Indikationen:
Spasmen bei Erkrankungen der Gallengänge und des Darmes, Harnleiterkoliken
Wirkungsmechanismus:
Parasympatholytisch durch m-Chonlinorezeptor-Antagonismus; quartäre Verbindung, dadurch kaum Aufnahme bei oraler Applikation (hier nur lokale Wirkung auf Magen-Darm-Trakt) und keine Aufnahme ins ZNS.
Dosis:
1 ml langsam i.v. oder s.c.; Kinder 1/4 Amp.
Nebenwirkungen:
Tachykardie, Verkürzung der AV-Überleitung, Augeninnendruck-Erhöhung beim Engwinkelglaukom, Mydriasis, Akkomodationsstörungen, Mundtrockenheit, niedrigere Schweißsekretion, Wärmestau, Miktionsbeschwerden
Kontraindikationen:
Tachyarrhythmien, Engwinkelglaukom, Prostataadenom mit Restharnbildung, Stenosen im Gastrointestinaltrakt (!)
Interaktionen:
Verstärkung der anticholinergen Wirkung von Antihistaminika, Pethidin, Phenothiazinen; Steigerung der tachykarden Wirkung von Beta-Sympathomimetika; additive spasmolytische Wirkung mit Novalgin und Nitrospray

Diazepam®, Valium®, Faustan®

Diazepam, 2 ml=10 mg

Indikationen:
Erregungszustände, Sedierung, Krampfanfälle, Narkoseeinleitung in Verb. mit stark wirksamen Analgetika
Wirkungsmechanismus:
Benzodiazepin, GABAA-Agonist, sedierend, anxiolytisch, antikonvulsiv, muskelrelaxierend
Dosis:
10 mg langsam i.v. oder i.m.; ggf. Dosisreduktion (Kinder, alte Menschen) oder -steigerung (Benzodiazepin-Abusus) notwendig
Nebenwirkungen:
geringer RR-Abfall, Atemdepression (theoretisch), ZNS-Störungen und paradoxe Wirkung, Venenreizung (langsam injizieren)
Interaktionen:
Wirkungsverstärkung von zentral dämpfenden Pharmaka, Wirkungsverlängerung von Muskelrelaxantien; Grundsätzlich allein injizieren, da Diazepam mit vielen Arzneistoffen inkompatibel ist und ausfällen kann!

Digimerck®

Digitoxin, 1 ml=0,1 mg

Indikationen:
supraventrikuläre Tachyarrhythmie; insbesondere bei Niereninsuffizienz
Wirkungsmechanismus:
Hemmung der Na+/K+-ATPase ⇒ mehr Na+ und weniger K+ in der Zelle ⇒ Hemmung des zellulären Na+/Ca2+-Austauschers ⇒ intrazelluläres Ca2+ ↑ ⇒ bessere elektromechanische Kopplung, positive Inotropie. Außerdem durch Senkung des intrazellulären K+ Verringerung des Membran-Ruhepotentials und damit Verzögerung der Reizweiterleitung am Herzen
Dosis:
0,1-0,5 mg i.v.
Nebenwirkungen:
Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerz, unscharfes und Doppelsehen, Skotomie (Gesichtsfeldausfall), Bradykardie, HRST, KF bei Hypokaliämie
Kontraindikationen:
Bradykardie, AV-Block II° und III°

Dipidolor®

Piritramid, 2 ml=15 mg

Indikationen:
starke Schmerzzustände
Wirkungsmechanismus:
Opioid-Rezeptor-Vollagonist, entral schmerzhemmend; stark sedierend; morphinäquivalente Wirkstärke 0,7
Dosis:
initial 6o-100 μg/kg; besser: titrieren nach Wirkung
Nebenwirkungen:
Atemdepression, initialer RR-Anstieg, Miosis, Bradykardie, Übelkeit, Hypotonie
Kontraindikationen:
Krankheitszustände, bei denen man eine Dämpfung des Atemzentrums vermeiden muss; erhöhter Hirndruck

4-DMAP®

4-Dimethylaminophenol, 5 ml=250 mg

Indikationen:
Vergiftungen mit Blausäure und Schwefelwasserstoff
Wirkungsmechanismus:
Bildung von MetHb, welches Cyanidionen "einfängt" und damit unschädlich macht
Dosis:
3-4 mg/kg KG i.v. oder niedriger; cave: keine Repitition, damit der MetHb-Gehalt nicht auf ≥40% steigt! Kombination mit Natriumthiosulfat (50-100 mg/kg KG i.v.); bei Überdosierung Toluidinblau
Nebenwirkungen:
Hypotension und Zyanose

Dobutrex®

Dobutamin, 250 mg je Injektionsflasche

Indikationen:
kardiogener Schock, Herzversagen, Herzinsuffizienz, Low-output-Syndrom in der Postreanimationsphase
Wirkungsmechanismus:
β1-Sympathomimetikum mit positiv inotroper Wirkung; chronotrope Wirkung dosisabhängig, Senkung des pulmonalen Kapillardrucks, Senkung des peripheren Gefäßwiderstandes
Dosis:
2,5-10 μg/kg/min (nach Wirkung titrieren); Perfusor: 1 Amp. in 50 ml Lösungsmittel ⇒ 1 ml=5 mg Dobutamin; Infusomat: 1 Amp. in 250 ml Lösungsmittel
Nebenwirkungen:
Herzfrequenz-Steigerung (5-10 Schläge/min), RR-Anstieg (10-20 mm Hg), Extrasystolie, vereinzelt Übelkeit und pektanginöse Beschwerden
Kontraindikationen:
tachykarde Arrhythmien, Volumenmangel; die Nutzung eines Perfusors ist dringend anzuraten

Dopamin®

Dopamin, gewöhnlich 250 mg/50 ml ⇒ 1 ml=5 mg

Indikationen:
kardiogener und septischer Schock, Herzversagen, Nierenversagen im Schock, drohendes Nierenversagen, schwere Hypotension
Wirkungsmechanismus:
β-Sympathomimetikum; Diurese durch Wirkung am Dopaminrezeptor; positiv inotrop, chronotrop; dosisabhängige periphere Vasokonstriktion durch Anregung der alpha-Rezeptoren
Dosis:
nephrologisch 2-3 μg/kg/min; kardiologisch 10 μg/kg/min; septischer Schock: 20 μg/kg/min
Nebenwirkungen:
Tachykardie, HRST, Angina pectoris
Kontraindikationen:
Tachyarrhythmien, cave Ulcusblutungen
Interaktionen:
Kombination mit Dobutrex günstig (Dosisreduktion), Kombination mit Nitroglycerin günstig (da Senkung des pulmonalen Widerstandes), Kombination mit Furosemid zwecks Diurese-Steigerung, cave: Dosisreduktion bei gleichzeitiger Gabe von MAO-Hemmern; Dopamin wird durch alkalische Lösungen inaktiviert; die Nutzung eines Perfusors ist dringend anzuraten

Dormicum

Midazolam, 5 ml=5 mg bzw. 3 ml=15 mg (Achtung!)

Indikationen:
Narkoseeinleitung, Sedierung, Krampfanfälle (Status epilepticus)
Wirkungsmechanismus:
Benzodiazepin, GABAA-Agonist, sedierend, anxiolytisch, antikonvulsiv, muskelrelaxierend
Dosis:
Prämedikation 0,7-1,5 mg i.v.; zur Krampfunterbrechung 3 mg i.v. oder i.m.; ggf. Dosisreduktion (Kinder, alte Menschen) oder -steigerung (Benzodiazepin-Abusus) nötig
Nebenwirkungen:
geringer RR-Abfall, Atemdepression(!), ZNS-Störungen und paradoxe Reaktionen
Interaktionen:
Wirkungsverstärkung mit zentral dämpfenden Pharmaka

Ebrantil®

Urapidil, zumeist 10 ml=50 mg

Indikationen:
hypertone Krise
Wirkungsmechanismus:
periphere Gefäßerweiterung durch Antagonismus am α1-Rezeptor; außerdem zentrale Sympathikusdämpfung
Dosis:
Bolusinjetion 25 mg i.v., ggf. Reptition; Erhaltungsdosis 9 mg/h
Nebenwirkungen:
Kopfschmerzen, Stenokardien, selten Tachykardie (Sympathikustonus ↓)
Kontraindikationen:
Aorten(isthmus)stenose, bei Gravidität Risikoabschätzung

Effortil®

Etilefrin, 1 ml=10 mg

Indikationen:
Hypotonien, die vorwiegend durch periphere Vasodilatation ausgelöst sind
Wirkungsmechanismus:
α1- und β-Sympathomimetikum mit Wirkung auf periphere Arteriolen
Dosis:
fraktionierte Injektion von 1-10 mg i.v. (auf 10 ml NaCl aufziehen!)
Nebenwirkungen:
Herzklopfen, ventrikuläre Rhyhtmusstörungen, AP-Beschwerden, Miktions-Störungen durch Stimulation des Blasensphinkters
Kontraindikationen:
Hyperthyreose, Phäochromozytom, BPH mit Restharnbildung

Fentanyl-Janssen®

Fentanyl, BTM, 10 ml=0,5 mg

Indikationen:
schwere bis schwerste Schmerzen, Neuroleptanalgesie
Wirkungsmechanismus:
Opioidrezeptor-Vollagonist mit zentral schmerzhemmender und sedierender Wirkung, morphinäquivalente Wirkstärke: ca. Faktor 100
Dosis:
Anästhesie: 1-5 μ/kg i.v.
Nebenwirkungen:
Atemdepression (Intubationsbereitschaft!), Miosis, Bradykardie, Übelkeit, Hypotonie besonders bei Hypokapnie und Hypovolämie
Kontraindikationen:
Krankheitszustände, bei denen eine Dämpfung des Atemzentrums vermieden werden muß

Fortecortin®

Dexamethason, 10 ml=100 mg

Indikationen:
anaphylaktische Reaktionen (nach der Gabe von Adrenalin), Status asthmaticus, Hirnödemprophylaxe (umstritten), Postreanimationsphase
Wirkungsmechanismus:
Glucocortikoid, zellmembran-stabilisierend, antiphlogistisch, zellmembranstabilisierend, bronchodilatatorisch, keine mineralokortikoide Wirkung, cortisoläquivalente Wirkstärke ca. Faktor 40
Dosis:
Status asthmaticus und leichte allergische Reaktionen: 40 mg i.v.; Hirnödemprophylaxe und schwere allergische Reaktionen: 100 mg i.v.; die Wirkung tritt 1-2 Stunden nach i.v.-Applikation ein; allerdings soll eine frühzeitige Gabe beim SHT das Outcome der Patienten verbessern; Fortecortin kommt klassisch bei Schädigungen des ZNS (Gehirn, Rückenmark) zum Einsatz
Nebenwirkungen:
BZ-Anstieg, Venenreizung
Kontraindikationen:
im Notfall keine

Gilurytmal®

Ajmalin, 10 ml=50 mg

Indikationen:
ventrikuläre und supraventrikuläre Extrasystolien und Tachykardien; Wolff-Parkinson-White-Syndrom
Wirkungsmechanismus:
Antiarrhythmikum, u.a. Verhinderung des schnellen depolarisierenden Natriumeinstroms und Verlängerung des Aktionspotentials
Dosis:
1 Amp. zu 10 ml langsam über 5 Minuten i.v. (EKG-Kontrolle)
Nebenwirkungen:
Bradykardie, RR-Abfall, Herzinsuffizienz, AV-Blockierung
Kontraindikationen:
Bradykardie, Tachykardie mit Herzdekompensation (außer beim Myokardinfarkt)

Glucose 5%

Indikationen:
Hypoglykämie
Dosis:
die Infusion kann komplett appliziert werden, es empfiehlt sich eine zwischenzeitliche BZ-Kontrolle
Nebenwirkungen:
Venenreizung, bei paravenöser Gabe Gewebeschäden durch lokale Zellexsikkose
Kontraindikationen:
Hyperglykämie

Glucose 40%

Indikationen:
Hypoglykämie
Dosis:
10 ml langsam i.v. möglichst bei schnell laufender Infusion über großlumigen Zugang
Nebenwirkungen:
enenreizung; keine paravenöse Gabe, da hier gefährliche Nekrosen drohen!Im Zweifelsfall vorher Blut aus dem Venenkatheter aspirieren
Kontraindikationen:
Hyperglykämie

HAES steril 6%

Hydroxyäthylstärke

Indikationen:
Blutverlust, hypovolämischer Schock
Wirkungsmechanismus:
kolloidales Volumenersatzmittel, durch Hydroxyäthylstärke Verbleib im Gefäßsystem und leichte osmotische Mobilisation von interstitieller Flüssigkeit ins Gefäßsystem; Förderung der Mikrozirkulation
Dosis:
je nach Fall und Wirkung maximal 20 ml/kg/h; Plasmahalbwertzeit 4-6 Stunden; bei schweren Blutverlusten Gabe von 3:1 isotoner Infusionslösung zu HAES
Nebenwirkungen:
verlängerte Blutungszeit, anaphylaktische Reaktionen (sehr selten)
Kontraindikationen:
dekompensierte Herzinsuffizienz, schwere Störungen der Blutgerinnung, ausgeprägte Niereninsuffizienz

Haldol®

Haloperidol

Indikationen:
Unruhezustände, Psychosen, Hyperkinesien
Wirkungsmechanismus:
Neuroleptikum mit vorwiegender Blockierung auf Dopamin-Rezeptoren vom Typ 2, stark antipsychotische, stark antiemetische und gering sedierende Wirkung
Dosis:
1 Amp. langsam i.v.
Nebenwirkungen:
Dyskinesien, Mundtrockenheit, Senkung der Krampfschwelle, RR-Abfall
Kontraindikationen:
Epilepsie
Interaktionen:
Verstärkung der Wirkung von Antihypertonika und zentraldämpfenden Pharmaka; paradoxe Hypotonie bei Adrenalin-Gabe

Hypnomidate®

Etomidat, 10 ml=20 mg

Indikationen:
Narkose zur Intubation oder Kardioversion; therapieresistenter Status epilepticus
Wirkungsmechanismus:
Kurznarkotikum, wirkt auf die Formatio reticularis; antikonvulsiver Effekt; keine analgetische Komponente
Dosis:
initial 0,2-0,3 mg/kg; Repitition 0,1 mg/kg KG; maximal 80 mg
Nebenwirkungen:
Injektionsschmerz, unfreiwillige Muskelbewegungen, Myoklonien, Abfall des Kortisolspiegels, besonders bei älteren Patienten kurze Apnoe
Kontraindikationen:
keine
Interaktionen:
mit Fentanyl längere Aufwachphase; Wirkungsverstärkung von Antihypertensiva; fällt ggf. aus mit Barbituraten, Benzodiazepinen, Furosemid und Katecholaminen

Isoptin®, Falicard®

Verapamil, 2 ml=5 mg

Indikationen:
supraventrikuläre Tachykardien, Vorhofflimmern und -flattern, supraventrikuläre und ventrikuläre ES, wenn durch Myokardischämie hervorgerufen, hypertone Krise und spastische Formen der Angina pectoris
Wirkungsmechanismus:
Calciumantagonist mit vasodilatatorischer und antiarrhythmischer Wirkung
Dosis:
1 Amp. langsam i.v., evtl. nach 15 min Repitition
Nebenwirkungen:
Hypotension, Bradykardie, Herzinsuffizienz, AV-Blockierungen
Kontraindikationen:
AV-Block III°, kardiogener Schock, ausgeprägte Hypotonie und Bradykardie, WPW-Syndrom; bei ventrikulären Tachykardien unwirksam
Interaktionen:
Digoxin (Steigerung des Glycosidspiegels), Verstärkung der kardiodepressorischen Wirkung von β-Blockern; Wirkstoffausfällung bei gleichzeitiger Gabe von alkalischen Infusionen

Ketanest®

Ketamin, 2 ml=50 mg

Indikationen:
Kurznarkose, Analgesie, Status asthmaticus, Mononarkose
Wirkungsmechanismus:
analgetisch, bronchodilatatorisch, kreislaufanregend, Wirkungsweise teilweise unklar
Dosis:
1-4 mg/kg i.v., 4-8 mg/kg i.m., Gabe aber nach Narkosetiefe
Nebenwirkungen:
Hypertonie, Tachykardie, Hirndrucksteigerung, Hypersalivation (Prämedikation mit Atropin erforderlich!), Aufwachreaktionen (Alpträume z.B. beim Zuschlagen von RTW-Türen oder anderen akustischen Reizen ⇒ Kombination mit Dormicum!)
Kontraindikationen:
AMI und AP (Steigerung des O2-Bedarfs), Apoplex, schweres SHT (kontrovers diskutiert), Epilepsie, gesteigerter introkulärer Druck, schwere Hypertonie

Lasix®

Furosemid, 2 ml=20 mg

Indikationen:
Lungenödem, Oligurie, Herzinsuffizienz, Süsswasserertrinken, unterstützend bei hypertoner Krise, forcierte Diurese bei Intoxikationen
Wirkungsmechanismus:
Schleifendiuretikum, Senkung der Vorlast
Dosis:
1-3 Amp. langsam i.v., ggf. Dosis erhöhen
Nebenwirkungen:
z.T. schwere Elektrolytverluste (HRST!), RR-Abfall, selten allergische Reaktionen, Harnsäure- und BZ-Anstieg, Hörstörungen
Kontraindikationen:
Nierenversagen mit Anurie, schwere Hypokaliämie, Hyponatriämie, Überempfindlichkeiten gegen Sulfonamide allgemein oder Furosemid selbst
Interaktionen:
Digitalispräparate: erhöhte Arrhythmierate durch Hypokaliämie; niemals als Mischspritze, da die Gefahr der Ausfällung (v.a. gegenüber sauren Pharmaka) sehr hoch ist

Lysthenon®

Suxamethonium, 2 ml=100 mg

Indikationen:
Muskelrelaxation
Wirkungsmechanismus:
Besetzung der Acetylcholinrezeptoren, Depolarisation der mot. Endplatte
Dosis:
Intubation 0,5-1 mg/kg i.v. (5-10 Min. Wirkdauer); Prämedikation mit Atropin zur Dämpfung cholinerger Erregung; zur Verhinderung von Muskel-Fibrillationen evtl. initial nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien
Nebenwirkungen:
kutane allergische Reaktionen, Muskelfibrillationen, HRST, maligne Hyperthermie, Steigerung des intraokolaren Druckes, Hyperkaliämie, Muskelkater meist am Tag nach der Gabe
Kontraindikationen:
Intubation nicht möglich; maligne Hyperthermie; cave: neuromuskuläre Vorerkrankungen, penetrierende Augenverletzungen, Glaukom, Hyperkaliämie u.a. bei Verbrennungen, Polytrauma, Niereninsuffizienz
Interaktionen:
Chinidin und Aminoglykosid-Antibiotika: Verstärkung der neuromuskulären Blockade

Morphium®

Morphin, BTM, 1 ml=10 mg

Indikationen:
schwere Schmerzzustände, Lungenödem
Wirkungsmechanismus:
Opioidrezeptor-Vollagonist mit zentral schmerzhemmender und sedierender Wirkung
Dosis:
1-3 Amp. s.c., i.v. wird meist eine Amp. appliziert (evtl. vorher Metoclopramid); Tageshöchstdosis: 100 mg! Bei Überdosierung Naloxon
Nebenwirkungen:
Atemdepression, Übelkeit, Erbrechen, Harnverhalt, Miosis, RR-Abfall, Bronchokonstriktion
Kontraindikationen:
kolikartige Schmerzen(!), akute Pankreatitis

Narcanti®

Naloxon, 1 ml=0,4 mg

Indikationen:
Atemdepressionen bei Intoxikationen mit Opioiden und Ethanol; diagnostisches Instrument bei Opioid-Überdosierungen; Abbruch von durch Apomorphin induziertem Erbrechen
Wirkungsmechanismus:
kompetetiver Opioidantagonismus, Aufhebung einer Atemdepression
Dosis:
initial 0,4-2 mg (1-5 Amp.) i.v. (Kinder 0,01 mg/kg); kurze HWZ, evtl. Repetition erforderlich
Nebenwirkungen:
Entzugssymptome bei Opiatabhängigkeit ("bad trip")
Kontraindikationen:
Bei Abhängigkeit Risikoabschätzung; ein Patient mit Atemdepression, der nach Naloxongabe flüchtet, ist wegen der kurzen Wirkzeit lebensgefährdet, da Morphinderivate meist eine weitaus größere Wirkdauer zu eigen haben!

"Nabi", "Nabic", NAHCO3

Natriumbicarbonat, 100 ml 4,2% bzw. 8,4%

Indikationen:
Pufferung von Azidosen (z.B. Herzstillstand
Wirkungsmechanismus:
Neutralisation von Wasserstoffionen (H+) unter Freisetzung von Wasser und CO2, welches abgeatmet wird
Dosis:
nach 10 min Reanimation 1 ml=1 mmol/kg (beim Erwachsenen meist einfach 100 ml), ggf. Repitition nach weiteren 10 min mit halber Dosis
Nebenwirkungen:
Rhythmusstörungen, Tetanie, Hypokaliämie, Hypernatriämie, "Stone heart" (keine Reanimation mehr möglich)
Kontraindikationen:
respiratorische Globalinsuffizienz mit Retention von CO2!
Interaktionen:
Fällung und Inaktivierung von Calciumsalzen; eine Alkalose führt zu einer verminderten Wirksamkeit von Katecholaminen (deshalb auch nicht Katecholamine gleichzeitig laufen lassen!), außerdem wird die Sauerstoff-Bindungskurve nach links verschoben, was zu einer verminderten O2-Abgabe an die peripheren Gewebe führt

Natriumthiosulfat

Natriumthiosulfat, 10 ml=1000 mg

Indikationen:
Vergiftungen mit Blausäure, Cyaniden, Schwermetallen, Jod, LOST
Wirkungsmechanismus:
unterstützt die körpereigene Entgiftung, indem es Schwefel bereitstellt
Dosis:
100 mg/kg KG i.v. (6-10 Amp.) nach der Gabe von 4-DMAP bei Cyanidintoxikationen; bei Vergiftungen mit Jod zur Magenspülung
Nebenwirkungen:
RR-Abfall bei zu rascher Injektion
Kontraindikationen:
im Notfall keine

Nitrolingual®-, Corangin®

Glycerolnitrat, 0,4 mg pro Sprühstoß

Indikationen:
Myokardinfarkt und/oder Linksherzinsuffizienz, AP, kardiales Lungenödem, hypertensive Krise, Harnleiter- und Gallenkoliken
Wirkungsmechanismus:
enzymatische Umwandlunng zu NO, welches über Beeinflussung des cGMP- Systems das intrazelluläre Ca2+ erniedrigt und so zu einer Vasodilatation führt; dies vor allen Dingen dort, wo körpereigenes NO (=EDRF) durch kranke Gefäßwände zu wenig vorhanden ist ⇒ vasodilatierend, spasmolytisch, Vorlastsenkung mit Herabsetzung des kardialen Sauerstoffbedarfs, kurzzeitige Senkung des Aortendrucks, Dilatation des Coronar-Arterien
Dosis:
mehrere Spraygaben, i.d.R. 2-3, sublingual
Nebenwirkungen:
orthostatische Hypotension, selten Kollapszustände, Flush, Kopfschmerz, selten Verstärkung von pektanginösen Beschwerden ("coronary steal"-Phänomen); bei i.v.-Dauerinfusion nach 24h verringerte bis aufgehobene Wirkung ("Nitrat-Toleranz"), wahrscheinlich durch Sättigung der Enzymsysteme
Kontraindikationen:
kardiogener Schock, schwere Hypotonie; der systolische Blutdruck sollte über 100 mmHg sein

Novalgin®, Berlosin®

Metamizol 2 ml=1000 mg

Indikationen:
starke Schmerzzustände, Nieren- und Gallenkoliken, therapieresistentes Fieber
Wirkungsmechanismus:
COX-Hemmer, dadurch Prostaglandin-Hemmung ⇒ antipyretisch, spasmolytisch, analgetisch durch Eingriff in das Schmerz verstärkende System
Dosis:
500-1000 mg langsam über 1-2 Minuten i.v.; am besten als Kurzinfusion, ggf Repitition
Nebenwirkungen:
RR-Abfall, sehr selten Agranulozytose, sehr selten allergische Reaktionen bis hin zum Schock
Kontraindikationen:
bei Hypotonie Risikoabschätzung
Interaktionen:
fällt mit sauren Lösungen aus!

Psyquil®

Triflupromazin, 1 ml=10 mg

Indikationen:
Angst- und Erregungszustände, akute Psychosen, starkes Erbrechen
Wirkungsmechanismus:
stark potentes Neurolepikum mit Dopamin-Antagonismus, zentraldämpfend, anxiolytisch, antipsychotisch, antiemetisch
Dosis:
1/2 bis 1 Amp. langsam i.v.; 12 Stunden Wirkdauer
Nebenwirkungen:
Herabsetzung der Krampfschwelle, RR-Abfall, anaphylaktische Reaktionen, Harnverhalt und Mundtrockenheit (anticholinerge Nebenwirkungen)
Kontraindikationen:
Epilepsie, Intoxikationen mit Alkohol und zentral dämpfenden Pharmaka
Interaktionen:
Wirkungsverstärkung mit zentral dämpfenden Pharmaka, günstig in Kombination mit Opioiden mit emetischer Potenz, Kombination mit Buscopan und Paspertin zu Steigerung des antiemetischen Effektes möglich

Rytmonorm®

Propafenon, 20 ml=70 mg

Indikationen:
supraventrikuläre und ventrikuläre Tachykardien
Wirkungsmechanismus:
Natriumkanal-Blocker (Antiarrythmikum der Klasse Ic) mit geringer Beeinflussung der Aktionspotential-Dauer
Dosis:
1 mg/kg langsam i.v. über 3-5 min.
Nebenwirkungen:
RR-Abfall, Bradykardie, AV-Blockierung, Herzinsuffizienz, Kammerflimmern und -flattern, Bronchospasmus
Kontraindikationen:
Herzinsuffizienz, kardiogener Schock, Bradykardie, SA- oder AV-Blockierungen, obstruktive Lungenerkrankungen

Solu-Decortin®

Prednisolon 250 mg pro Injektionsflasche, aufzulösen in 5 ml Aqua

Indikationen:
anaphylaktische Reaktionen, Status asthmaticus
Wirkungsmechanismus:
Glucokortikoid, cortisoläquivalente Wirkstärke ca. Faktor 4; antiphlogistisch, zellmembranstabilisierend, bronchodilatatorisch, antiödematös
Dosis:
bis zu 30 mg/kg i.v.
Nebenwirkungen:
Nierendepression, BZ-Anstieg
Kontraindikationen:
im Notfall keine

Suprarenin®

Adrenalin, 1 ml=1 mg bzw. 25 ml=25 mg

Indikationen:
schwere anaphylaktische Reaktionen, CPR
Wirkungsmechanismus:
α- und β-Sympathomimetikum: Steigerung von Herzkraft und Herzfrequenz, Erweiterung der Bronchien, Erhöhung des peripheren Widerstandes; für die Reanimation scheint besonders die Erhöhung des Aortendrucks durch Erhöhung des TPR wichtig zu sein
Dosis:
bei CPR initial 1 mg 1:10 verdünnt i.v., bei Wirkunslosigkeit 3-5 mg; endobronchial 2-3 mg auf 10 ml isotonische Kochsalzlösung verdünnt; bei Kleinkindern 0,01-0,02 mg/kg! 0,1 mg bei anaphylaktischen Reaktionen und hypovolämischem Schock (z.B. Polytrauma), evtl. wiederholen
Nebenwirkungen:
Tachykardie, Gefahr von Extrasystolen
Kontraindikationen:
tachykarde HRST
Interaktionen:
nicht zusammen mit alkalischen Lösungen verabreichen (Nabi), da sonst ein Wirkungsverlust eintritt

Toluidinblau

Toluidinblau, 10 ml=400 mg

Indikationen:
Vergiftungen mit Methämoglobinbildnern: Nitrate, Nitrite, aromatische Amine; Überdosierung von 4-DMAP im Rahmen von Cyanidintoxikationen
Wirkungsmechanismus:
reduziert Methämoglobin zu Hämoglobin
Dosis:
initial 2-4 mg/kg streng i.v.; ggf. Repitition von 2 mg/kg nach 30 Minuten
Nebenwirkungen:
Zyanose

Tramal®

Tramadol, 2 ml= 100 mg

Indikationen:
mittelstarke bis starke Schmerzzustände
Wirkungsmechanismus:
Opioid-Analgetikum (Partialagonist), zentral schmerzhemmend, sedierend, morphinäquivalente Wirkstärke 0,2
Dosis:
1,0-1,5 mg/kg langsam i.v., ggf. Repitition
Nebenwirkungen:
Schwitzen, Sedierung, Übelkeit (relativ hohe emetische Potenz, evtl. vorher Paspertin i.v.)
Interaktionen:
andere Opiate verdrängen Tramal vom Morphin-Rezeptor; also keine synergistischen Effekte

Trapanal®

Thiopental, 20 ml=500 mg

Indikationen:
Narkoseeinleitung, Hirnödemprophylaxe beim SHT, Status epilepticus
Wirkungsmechanismus:
Barbiturat; narkotisch, hirndrucksenkend, antikonvulsiv
Dosis:
3-5 mg/kg zur Narkoseeinleitung und initial zur Hirnödemprophylaxe; nach 5-10 Minuten halbe Dosierung repititiv, individuell nach Wirkung
Nebenwirkungen:
Husten, Laryngospasmus, starke RR-Abfälle (Histamin-Ausschüttung), Arrhythmien, Atemdepression, Nekrosen bei paravenöser Injektion
Kontraindikationen:
Intoxikationen mit zentraldämpfenden Pharmaka; Schock, schwere Myokardschäden, Asthma
Interaktionen:
zentral dämpfende Pharmaka und Alkohol (Wirkungsverstärkung)

Xylocain®

Lidocain, 5 ml=10 mg

Indikationen:
VES, VT, Digitalisintoxikation, Kammerflimmern, Kammerflattern (bei den beiden letzteren versuchsweise)
Wirkungsmechanismus:
Natriumkanal-Blocker, Antiarrythmikum der Klasse Ia, Verzögerung von Reizbildung, Reizausbreitung, Membranstabilisation und Hemmung der Noradrenalin-Freisetzung
Dosis:
1 Amp. i.v, endobronchial 2-3 mg/kg
Nebenwirkungen:
VES, KF, AV-Block, zentralnervöse Auswirkungen
Kontraindikationen:
AV-Block III°; Bradykardie; AV-Dissoziation

© Marc A. Rohling

 

LITERATURLISTE

Schnecken-Navi

-> doc-hanefeld.de  || Medizin  || Notfallmedikamente

 

/medizin/pharmaka.shtml , zuletzt geändert 07. 02. 2010

Valid XHTML 1.0 Valid CSS
Valid XHTML 1.0 Valid CSS