Nifedipin, 10 mg pro Kapsel
- Indikationen:
- hypertone Krise, Angina pectoris
- Wirkungsmechanisus:
- Calciumrezeptor-Antagonist mit geringer Wirkung auf das Reizleitungssystem des Herzens
- Dosis:
- Kapsel zerbeißen oder einstechen und sublingual ausdrücken; als Depotgabe eine Kapsel komplett schlucken
- Nebenwirkungen:
- Kopfschmerzen, Flush, RR-Abfall, selten Stenokardien
- Kontraindikationen:
- Hypotonie, Schock, Gravidität, Eklampsie
Orciprenalin, 1 ml = 0,5 mg
- Indikationen:
- Asthma, Bradykardie, Antidot bei β-Blocker-Überdosierung
- Wirkungsmechanismus
- β-Rezeptor-Agonist, positiv inotrop, chronotrop, dromotrop, bathmotrop, bronchospasmolytisch
- Dosis:
- 0,25-0,5 mg i.v. oder 1-2 Ampullen s.c. oder i.m. oder 10-30 mg/min. über Perfusor
- Nebenwirkungen:
- Gesichtsrötung, Tachykardie, RR - Abfall
- Kontraindikationen:
- bei frischem HI Risikoabschätzung
Anexate®
Flumazenil, 5 ml=0,5 mg
- Indikationen:
- Antidot für Benzodiazepine (Vergiftungen, Narkosebeendigung)
- Wirkungsmechanismus
- kompetitiver Antagonist der Benzodiazepine am GABAA-Rezeptor
- Dosis:
- innerhalb von 15 Sek. 0,2 mg i.v.; wenn keine Wirkung eintritt, Repitition von 0,1 mg; Maximaldosis 1 mg.
CAVE:HWZ nur 1 Stunde, daher ggf. weitere Gabe!
- Nebenwirkungen:
- Übelkeit, Erbrechen, Angstgefühl, Herzklopfen bei zu rascher Injektion, RR-Abfall und -Anstieg, Entzugssymptome bei
Benzodiazepin-Abhängigkeit
- Kontraindikationen
- Epilepsien, bei denen Benzos als Medikation eingesetzt werden; Risikoabschätzung bei Leberfunktionsstörungen
Aspisol®
Acetylsalicylsäure (ASS), 500 mg pro Injektionsflasche
- Indikationen:
- Schmerzzustände, bes. bei KHK; Thromboseprophylaxe
- Wirkungsmechanismus:
- COX-Hemmer, dadurch Prostaglandin-Hemmung, irreversible Hemmung der Thrombozyten-
Aggregation, d.h. eine Normalisierung der Thrombozytenfunktion ist erst nach Bildung neuer Thrombozyten (ca. 7 Tage) bzw. nach
Gabe von TKs zu erwarten. Weitere Wirkungen: analgetisch, antipyretisch,
antiphlogistisch.
- Dosis:
- 500-1000 mg langsam i.v., am besten als Kurzinfusion
- Nebenwirkungen:
- Magenbeschwerden, erhöhte Blutungsneigung, Bronchokonstriktion bei Überempfindlichkeit, sehr selten Reye-Syndrom bei
Kindern
- Kontraindikationen:
- gastrointestinale Ulzera, erhöhte Blutungsneigung (Thrombozytopathien!), Asthma bronchiale; außerdem Gravidität im
letzten Trimenon: ASS führt offensichtlich zu einem frühzeitigen Verschluß des Ductus arteriosus Botalli!
- Interaktionen:
- CAVE bei bestehender Therapie mit Antikoagulantien! Wirkungsverminderung bei Diuretikatherapie, da
Acetylsalicylsäure renal eliminiert wird
Atosil®
Promethazin, 2 ml=50 mg
- Indikationen:
- Übelkeit, Erbrechen, Erregungszustände, Prämedikation
- Wirkungsmechanismus:
- H1-antihistaminisches Neuroleptikum, sedativ, antianaphylaktisch, antiemetisch
- Dosis:
- 1/2-1 Ampullen (25-50 mg) langsam i.v., intraglutäale Injektion möglich
- Nebenwirkungen:
- Sekretionsstörungen, Tachykardie, RR-Abfall, Dyskinesien, paradoxe Reaktionen, Gewebeschäden bei paravenöser Injektion!
- Kontraindikationen:
- Intoxikationen mit Ethanol und zentraldämpfenden Pharmaka
- Interaktionen:
- Wirkungssteigerung bei zentraldämpfenden Pharmaka, bei Dormicum erhöhte Gefahr von paradoxen
Reaktionen
Atropin®
Atropin, 1 ml=2 mg bzw. 10 ml=100 mg (Antidot)
- Indikationen:
- bradykarde HRST, Asystolie; Intoxikationen mit Alkylphosphaten (Insektizide)
- Wirkungsmechanismus:
- Parasympatholytisch durch m-Cholinorezeptor-Antagonismus; positiv chronotrop, hemmt Speichel-, Schleim- und
Bronchialsekretion
- Dosis:
- 0,5-1,0 mg i.v., evtl. wiederholen; Gesamtdosis 2 mg; bei Intoxikationen initial 50-100 mg i.v.
- Nebenwirkungen:
- Tachykardie, Mydriasis
- Kontraindikationen:
- im Notfall keine KI; cave:: Glaukom, AMI
Bronchoparat®, Solosin®, Euphyllin®
Theophyllin, 10 ml=200 mg
- Indikationen:
- Asthma, Status asthmaticus, Lungenemphysem, Rechtsherzinsuffizienz
- Wirkungsmechanismus:
- Phosphodiesterase-Hemmer; bronchodilatatorisch, Herabsetzung des Atemwegswiderstandes; Hemmung der Mediatorfreisetzung,
Anregung der mukoziliären Clearance; positiv chronotrop und inotrop; diuretische Wirkung
- Dosis:
- initial meist 1 Amp. langsam i.v. (EKG, Tachykardie!); Erhaltung 0,6 mg/kg/h; Applikation kann auch oral und
durch den Tubus erfolgen
- Nebenwirkungen:
- Tachykardie, Unruhe, Übelkeit, RR-Abfall, allergische Reaktionen (Hilfsstoff-vermittelt)
- Kontraindikationen:
- Epilepsie, Tachykardie, kardiogener Schock
- Interaktionen:
- Sympathomimetika (Verstärkung, teils erwünscht, aber verstärkt HRST!), inkompatibel mit Fruktose- und
Glukose-Infusionslösungen!
Buscopan®
Butylscopolamin, 1 ml=20 mg
- Indikationen:
- Spasmen bei Erkrankungen der Gallengänge und des Darmes, Harnleiterkoliken
- Wirkungsmechanismus:
- Parasympatholytisch durch m-Chonlinorezeptor-Antagonismus; quartäre Verbindung, dadurch kaum Aufnahme bei oraler
Applikation (hier nur lokale Wirkung auf Magen-Darm-Trakt) und keine Aufnahme ins
ZNS.
- Dosis:
- 1 ml langsam i.v. oder s.c.; Kinder 1/4 Amp.
- Nebenwirkungen:
- Tachykardie, Verkürzung der AV-Überleitung, Augeninnendruck-Erhöhung beim
Engwinkelglaukom, Mydriasis, Akkomodationsstörungen, Mundtrockenheit, niedrigere Schweißsekretion, Wärmestau,
Miktionsbeschwerden
- Kontraindikationen:
- Tachyarrhythmien, Engwinkelglaukom, Prostataadenom mit Restharnbildung, Stenosen im Gastrointestinaltrakt (!)
- Interaktionen:
- Verstärkung der anticholinergen Wirkung von Antihistaminika, Pethidin, Phenothiazinen; Steigerung der tachykarden Wirkung
von Beta-Sympathomimetika; additive spasmolytische Wirkung mit Novalgin und Nitrospray
Diazepam, 2 ml=10 mg
- Indikationen:
- Erregungszustände, Sedierung, Krampfanfälle, Narkoseeinleitung in Verb. mit stark wirksamen Analgetika
- Wirkungsmechanismus:
- Benzodiazepin, GABAA-Agonist, sedierend, anxiolytisch, antikonvulsiv, muskelrelaxierend
- Dosis:
- 10 mg langsam i.v. oder i.m.; ggf. Dosisreduktion (Kinder, alte Menschen) oder -steigerung (Benzodiazepin-Abusus)
notwendig
- Nebenwirkungen:
- geringer RR-Abfall, Atemdepression (theoretisch), ZNS-Störungen und paradoxe Wirkung, Venenreizung (langsam injizieren)
- Interaktionen:
- Wirkungsverstärkung von zentral dämpfenden Pharmaka, Wirkungsverlängerung von Muskelrelaxantien; Grundsätzlich
allein injizieren, da Diazepam mit vielen Arzneistoffen inkompatibel ist und ausfällen kann!
Digimerck®
Digitoxin, 1 ml=0,1 mg
- Indikationen:
- supraventrikuläre Tachyarrhythmie; insbesondere bei Niereninsuffizienz
- Wirkungsmechanismus:
- Hemmung der Na+/K+-ATPase ⇒ mehr Na+ und weniger K+ in der Zelle
⇒ Hemmung des zellulären Na+/Ca2+-Austauschers ⇒ intrazelluläres Ca2+ ↑
⇒ bessere elektromechanische Kopplung, positive Inotropie. Außerdem durch Senkung des intrazellulären K+
Verringerung des Membran-Ruhepotentials und damit Verzögerung der Reizweiterleitung am Herzen
- Dosis:
- 0,1-0,5 mg i.v.
- Nebenwirkungen:
- Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerz, unscharfes und Doppelsehen, Skotomie (Gesichtsfeldausfall), Bradykardie,
HRST, KF bei Hypokaliämie
- Kontraindikationen:
- Bradykardie, AV-Block II° und III°
Dipidolor®
Piritramid, 2 ml=15 mg
- Indikationen:
- starke Schmerzzustände
- Wirkungsmechanismus:
- Opioid-Rezeptor-Vollagonist, entral schmerzhemmend; stark sedierend; morphinäquivalente Wirkstärke 0,7
- Dosis:
- initial 6o-100 μg/kg; besser: titrieren nach Wirkung
- Nebenwirkungen:
- Atemdepression, initialer RR-Anstieg, Miosis, Bradykardie, Übelkeit, Hypotonie
- Kontraindikationen:
- Krankheitszustände, bei denen man eine Dämpfung des Atemzentrums vermeiden muss; erhöhter Hirndruck
4-DMAP®
4-Dimethylaminophenol, 5 ml=250 mg
- Indikationen:
- Vergiftungen mit Blausäure und Schwefelwasserstoff
- Wirkungsmechanismus:
- Bildung von MetHb, welches Cyanidionen "einfängt" und damit unschädlich
macht
- Dosis:
- 3-4 mg/kg KG i.v. oder niedriger; cave: keine Repitition, damit der MetHb-Gehalt
nicht auf ≥40% steigt! Kombination mit Natriumthiosulfat (50-100 mg/kg KG i.v.); bei Überdosierung Toluidinblau
- Nebenwirkungen:
- Hypotension und Zyanose
Dobutamin, 250 mg je Injektionsflasche
- Indikationen:
- kardiogener Schock, Herzversagen, Herzinsuffizienz, Low-output-Syndrom in der Postreanimationsphase
- Wirkungsmechanismus:
- β1-Sympathomimetikum mit positiv inotroper Wirkung; chronotrope Wirkung dosisabhängig, Senkung des pulmonalen Kapillardrucks, Senkung des peripheren Gefäßwiderstandes
- Dosis:
- 2,5-10 μg/kg/min (nach Wirkung titrieren); Perfusor: 1 Amp. in 50 ml Lösungsmittel ⇒ 1 ml=5 mg Dobutamin; Infusomat: 1 Amp. in 250 ml Lösungsmittel
- Nebenwirkungen:
- Herzfrequenz-Steigerung (5-10 Schläge/min), RR-Anstieg (10-20 mm Hg), Extrasystolie, vereinzelt Übelkeit und pektanginöse
Beschwerden
- Kontraindikationen:
- tachykarde Arrhythmien, Volumenmangel; die Nutzung eines Perfusors ist dringend anzuraten
Dopamin, gewöhnlich 250 mg/50 ml ⇒ 1 ml=5 mg
- Indikationen:
- kardiogener und septischer Schock, Herzversagen, Nierenversagen im Schock, drohendes Nierenversagen, schwere Hypotension
- Wirkungsmechanismus:
- β-Sympathomimetikum; Diurese durch Wirkung am Dopaminrezeptor; positiv inotrop, chronotrop; dosisabhängige periphere Vasokonstriktion durch
Anregung der alpha-Rezeptoren
- Dosis:
- nephrologisch 2-3 μg/kg/min; kardiologisch 10 μg/kg/min; septischer Schock: 20 μg/kg/min
- Nebenwirkungen:
- Tachykardie, HRST, Angina pectoris
- Kontraindikationen:
- Tachyarrhythmien, cave Ulcusblutungen
- Interaktionen:
- Kombination mit Dobutrex günstig (Dosisreduktion), Kombination mit Nitroglycerin günstig (da Senkung des pulmonalen
Widerstandes), Kombination mit Furosemid zwecks Diurese-Steigerung, cave: Dosisreduktion bei
gleichzeitiger Gabe von MAO-Hemmern; Dopamin wird durch alkalische Lösungen
inaktiviert; die Nutzung eines Perfusors ist dringend anzuraten
Dormicum
Midazolam, 5 ml=5 mg bzw. 3 ml=15 mg (Achtung!)
- Indikationen:
- Narkoseeinleitung, Sedierung, Krampfanfälle (Status epilepticus)
- Wirkungsmechanismus:
- Benzodiazepin, GABAA-Agonist, sedierend, anxiolytisch, antikonvulsiv, muskelrelaxierend
- Dosis:
- Prämedikation 0,7-1,5 mg i.v.; zur Krampfunterbrechung 3 mg i.v. oder i.m.; ggf. Dosisreduktion (Kinder, alte Menschen)
oder -steigerung (Benzodiazepin-Abusus) nötig
- Nebenwirkungen:
- geringer RR-Abfall, Atemdepression(!), ZNS-Störungen und paradoxe Reaktionen
- Interaktionen:
- Wirkungsverstärkung mit zentral dämpfenden Pharmaka
Ebrantil®
Urapidil, zumeist 10 ml=50 mg
- Indikationen:
- hypertone Krise
- Wirkungsmechanismus:
- periphere Gefäßerweiterung durch Antagonismus am α1-Rezeptor; außerdem zentrale Sympathikusdämpfung
- Dosis:
- Bolusinjetion 25 mg i.v., ggf. Reptition; Erhaltungsdosis 9 mg/h
- Nebenwirkungen:
- Kopfschmerzen, Stenokardien, selten Tachykardie (Sympathikustonus ↓)
- Kontraindikationen:
- Aorten(isthmus)stenose, bei Gravidität Risikoabschätzung
Effortil®
Etilefrin, 1 ml=10 mg
- Indikationen:
- Hypotonien, die vorwiegend durch periphere Vasodilatation ausgelöst sind
- Wirkungsmechanismus:
- α1- und β-Sympathomimetikum mit Wirkung auf periphere Arteriolen
- Dosis:
- fraktionierte Injektion von 1-10 mg i.v. (auf 10 ml NaCl aufziehen!)
- Nebenwirkungen:
- Herzklopfen, ventrikuläre Rhyhtmusstörungen, AP-Beschwerden,
Miktions-Störungen durch Stimulation des Blasensphinkters
- Kontraindikationen:
- Hyperthyreose, Phäochromozytom, BPH mit Restharnbildung
Fentanyl-Janssen®
Fentanyl, BTM, 10 ml=0,5 mg
- Indikationen:
- schwere bis schwerste Schmerzen, Neuroleptanalgesie
- Wirkungsmechanismus:
- Opioidrezeptor-Vollagonist mit zentral schmerzhemmender und sedierender Wirkung, morphinäquivalente Wirkstärke:
ca. Faktor 100
- Dosis:
- Anästhesie: 1-5 μ/kg i.v.
- Nebenwirkungen:
- Atemdepression (Intubationsbereitschaft!), Miosis, Bradykardie, Übelkeit, Hypotonie besonders bei Hypokapnie und
Hypovolämie
- Kontraindikationen:
- Krankheitszustände, bei denen eine Dämpfung des Atemzentrums vermieden werden muß
Fortecortin®
Dexamethason, 10 ml=100 mg
- Indikationen:
- anaphylaktische Reaktionen (nach der Gabe von Adrenalin), Status asthmaticus, Hirnödemprophylaxe (umstritten),
Postreanimationsphase
- Wirkungsmechanismus:
- Glucocortikoid, zellmembran-stabilisierend, antiphlogistisch, zellmembranstabilisierend, bronchodilatatorisch, keine
mineralokortikoide Wirkung, cortisoläquivalente Wirkstärke ca. Faktor 40
- Dosis:
- Status asthmaticus und leichte allergische Reaktionen: 40 mg i.v.; Hirnödemprophylaxe und schwere allergische
Reaktionen: 100 mg i.v.; die Wirkung tritt 1-2 Stunden nach i.v.-Applikation ein; allerdings soll eine
frühzeitige Gabe beim SHT das Outcome der Patienten verbessern; Fortecortin kommt klassisch bei Schädigungen des ZNS (Gehirn, Rückenmark) zum Einsatz
- Nebenwirkungen:
- BZ-Anstieg, Venenreizung
- Kontraindikationen:
- im Notfall keine
Gilurytmal®
Ajmalin, 10 ml=50 mg
- Indikationen:
- ventrikuläre und supraventrikuläre Extrasystolien und Tachykardien; Wolff-Parkinson-White-Syndrom
- Wirkungsmechanismus:
- Antiarrhythmikum, u.a. Verhinderung des schnellen depolarisierenden Natriumeinstroms und Verlängerung des
Aktionspotentials
- Dosis:
- 1 Amp. zu 10 ml langsam über 5 Minuten i.v. (EKG-Kontrolle)
- Nebenwirkungen:
- Bradykardie, RR-Abfall, Herzinsuffizienz, AV-Blockierung
- Kontraindikationen:
- Bradykardie, Tachykardie mit Herzdekompensation (außer beim Myokardinfarkt)
Glucose 5%
- Indikationen:
- Hypoglykämie
- Dosis:
- die Infusion kann komplett appliziert werden, es empfiehlt sich eine zwischenzeitliche BZ-Kontrolle
- Nebenwirkungen:
- Venenreizung, bei paravenöser Gabe Gewebeschäden durch lokale Zellexsikkose
- Kontraindikationen:
- Hyperglykämie
Glucose 40%
- Indikationen:
- Hypoglykämie
- Dosis:
- 10 ml langsam i.v. möglichst bei schnell laufender Infusion über großlumigen Zugang
- Nebenwirkungen:
- enenreizung; keine paravenöse Gabe, da hier gefährliche Nekrosen drohen!Im Zweifelsfall vorher Blut aus dem
Venenkatheter aspirieren
- Kontraindikationen:
- Hyperglykämie
HAES steril 6%
Hydroxyäthylstärke
- Indikationen:
- Blutverlust, hypovolämischer Schock
- Wirkungsmechanismus:
- kolloidales Volumenersatzmittel, durch Hydroxyäthylstärke Verbleib im Gefäßsystem und leichte osmotische Mobilisation von
interstitieller Flüssigkeit ins Gefäßsystem; Förderung der Mikrozirkulation
- Dosis:
- je nach Fall und Wirkung maximal 20 ml/kg/h; Plasmahalbwertzeit 4-6 Stunden; bei schweren Blutverlusten Gabe von 3:1
isotoner Infusionslösung zu HAES
- Nebenwirkungen:
- verlängerte Blutungszeit, anaphylaktische Reaktionen (sehr selten)
- Kontraindikationen:
- dekompensierte Herzinsuffizienz, schwere Störungen der Blutgerinnung, ausgeprägte Niereninsuffizienz
Haldol®
Haloperidol
- Indikationen:
- Unruhezustände, Psychosen, Hyperkinesien
- Wirkungsmechanismus:
- Neuroleptikum mit vorwiegender Blockierung auf Dopamin-Rezeptoren vom Typ 2, stark antipsychotische, stark antiemetische
und gering sedierende Wirkung
- Dosis:
- 1 Amp. langsam i.v.
- Nebenwirkungen:
- Dyskinesien, Mundtrockenheit, Senkung der Krampfschwelle, RR-Abfall
- Kontraindikationen:
- Epilepsie
- Interaktionen:
- Verstärkung der Wirkung von Antihypertonika und zentraldämpfenden Pharmaka; paradoxe Hypotonie bei Adrenalin-Gabe
Hypnomidate®
Etomidat, 10 ml=20 mg
- Indikationen:
- Narkose zur Intubation oder Kardioversion; therapieresistenter Status epilepticus
- Wirkungsmechanismus:
- Kurznarkotikum, wirkt auf die Formatio reticularis; antikonvulsiver Effekt; keine analgetische Komponente
- Dosis:
- initial 0,2-0,3 mg/kg; Repitition 0,1 mg/kg KG; maximal 80 mg
- Nebenwirkungen:
- Injektionsschmerz, unfreiwillige Muskelbewegungen, Myoklonien, Abfall des Kortisolspiegels, besonders bei älteren
Patienten kurze Apnoe
- Kontraindikationen:
- keine
- Interaktionen:
- mit Fentanyl längere Aufwachphase; Wirkungsverstärkung von Antihypertensiva; fällt ggf. aus mit Barbituraten,
Benzodiazepinen, Furosemid und Katecholaminen
Verapamil, 2 ml=5 mg
- Indikationen:
- supraventrikuläre Tachykardien, Vorhofflimmern und -flattern, supraventrikuläre und ventrikuläre
ES, wenn durch Myokardischämie hervorgerufen, hypertone Krise und spastische
Formen der Angina pectoris
- Wirkungsmechanismus:
- Calciumantagonist mit vasodilatatorischer und antiarrhythmischer Wirkung
- Dosis:
- 1 Amp. langsam i.v., evtl. nach 15 min Repitition
- Nebenwirkungen:
- Hypotension, Bradykardie, Herzinsuffizienz, AV-Blockierungen
- Kontraindikationen:
- AV-Block III°, kardiogener Schock, ausgeprägte Hypotonie und Bradykardie, WPW-Syndrom; bei ventrikulären Tachykardien
unwirksam
- Interaktionen:
- Digoxin (Steigerung des Glycosidspiegels), Verstärkung der kardiodepressorischen Wirkung von β-Blockern;
Wirkstoffausfällung bei gleichzeitiger Gabe von alkalischen Infusionen
Ketanest®
Ketamin, 2 ml=50 mg
- Indikationen:
- Kurznarkose, Analgesie, Status asthmaticus, Mononarkose
- Wirkungsmechanismus:
- analgetisch, bronchodilatatorisch, kreislaufanregend, Wirkungsweise teilweise unklar
- Dosis:
- 1-4 mg/kg i.v., 4-8 mg/kg i.m., Gabe aber nach Narkosetiefe
- Nebenwirkungen:
- Hypertonie, Tachykardie, Hirndrucksteigerung, Hypersalivation (Prämedikation mit Atropin erforderlich!),
Aufwachreaktionen (Alpträume z.B. beim Zuschlagen von RTW-Türen oder anderen akustischen Reizen ⇒ Kombination mit
Dormicum!)
- Kontraindikationen:
- AMI und AP
(Steigerung des O2-Bedarfs), Apoplex, schweres SHT
(kontrovers diskutiert), Epilepsie, gesteigerter introkulärer Druck, schwere Hypertonie
Lasix®
Furosemid, 2 ml=20 mg
- Indikationen:
- Lungenödem, Oligurie, Herzinsuffizienz, Süsswasserertrinken, unterstützend bei hypertoner Krise, forcierte Diurese bei
Intoxikationen
- Wirkungsmechanismus:
- Schleifendiuretikum, Senkung der Vorlast
- Dosis:
- 1-3 Amp. langsam i.v., ggf. Dosis erhöhen
- Nebenwirkungen:
- z.T. schwere Elektrolytverluste (HRST!), RR-Abfall, selten allergische Reaktionen, Harnsäure- und BZ-Anstieg, Hörstörungen
- Kontraindikationen:
- Nierenversagen mit Anurie, schwere Hypokaliämie, Hyponatriämie, Überempfindlichkeiten gegen Sulfonamide allgemein oder
Furosemid selbst
- Interaktionen:
-
Digitalispräparate: erhöhte Arrhythmierate durch Hypokaliämie; niemals als Mischspritze, da die Gefahr der Ausfällung (v.a.
gegenüber sauren Pharmaka) sehr hoch ist
Lysthenon®
Suxamethonium, 2 ml=100 mg
- Indikationen:
- Muskelrelaxation
- Wirkungsmechanismus:
- Besetzung der Acetylcholinrezeptoren, Depolarisation der mot. Endplatte
- Dosis:
- Intubation 0,5-1 mg/kg i.v. (5-10 Min. Wirkdauer); Prämedikation mit Atropin zur Dämpfung cholinerger Erregung; zur Verhinderung von Muskel-Fibrillationen evtl. initial nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien
- Nebenwirkungen:
- kutane allergische Reaktionen, Muskelfibrillationen, HRST, maligne
Hyperthermie, Steigerung des intraokolaren Druckes, Hyperkaliämie, Muskelkater meist am Tag nach der Gabe
- Kontraindikationen:
- Intubation nicht möglich; maligne Hyperthermie; cave: neuromuskuläre Vorerkrankungen, penetrierende Augenverletzungen,
Glaukom, Hyperkaliämie u.a. bei Verbrennungen, Polytrauma, Niereninsuffizienz
- Interaktionen:
- Chinidin und Aminoglykosid-Antibiotika: Verstärkung der neuromuskulären Blockade
Morphium®
Morphin, BTM, 1 ml=10 mg
- Indikationen:
- schwere Schmerzzustände, Lungenödem
- Wirkungsmechanismus:
- Opioidrezeptor-Vollagonist mit zentral schmerzhemmender und sedierender Wirkung
- Dosis:
- 1-3 Amp. s.c., i.v. wird meist eine Amp. appliziert (evtl. vorher Metoclopramid); Tageshöchstdosis: 100 mg! Bei Überdosierung Naloxon
- Nebenwirkungen:
- Atemdepression, Übelkeit, Erbrechen, Harnverhalt, Miosis, RR-Abfall, Bronchokonstriktion
- Kontraindikationen:
- kolikartige Schmerzen(!), akute Pankreatitis
Narcanti®
Naloxon, 1 ml=0,4 mg
- Indikationen:
- Atemdepressionen bei Intoxikationen mit Opioiden und Ethanol; diagnostisches Instrument bei Opioid-Überdosierungen;
Abbruch von durch Apomorphin induziertem Erbrechen
- Wirkungsmechanismus:
- kompetetiver Opioidantagonismus, Aufhebung einer Atemdepression
- Dosis:
- initial 0,4-2 mg (1-5 Amp.) i.v. (Kinder 0,01 mg/kg); kurze HWZ, evtl.
Repetition erforderlich
- Nebenwirkungen:
- Entzugssymptome bei Opiatabhängigkeit ("bad trip")
- Kontraindikationen:
- Bei Abhängigkeit Risikoabschätzung; ein Patient mit Atemdepression, der nach Naloxongabe flüchtet, ist wegen der kurzen
Wirkzeit lebensgefährdet, da Morphinderivate meist eine weitaus größere Wirkdauer zu eigen haben!
"Nabi", "Nabic", NAHCO3
Natriumbicarbonat, 100 ml 4,2% bzw. 8,4%
- Indikationen:
- Pufferung von Azidosen (z.B. Herzstillstand
- Wirkungsmechanismus:
- Neutralisation von Wasserstoffionen (H+) unter Freisetzung von Wasser und CO2, welches abgeatmet
wird
- Dosis:
- nach 10 min Reanimation 1 ml=1 mmol/kg (beim Erwachsenen meist einfach 100 ml), ggf. Repitition nach
weiteren 10 min mit halber Dosis
- Nebenwirkungen:
- Rhythmusstörungen, Tetanie, Hypokaliämie, Hypernatriämie, "Stone heart" (keine Reanimation mehr möglich)
- Kontraindikationen:
- respiratorische Globalinsuffizienz mit Retention von CO2!
- Interaktionen:
- Fällung und Inaktivierung von Calciumsalzen; eine Alkalose führt zu einer verminderten Wirksamkeit von Katecholaminen
(deshalb auch nicht Katecholamine gleichzeitig laufen lassen!), außerdem wird die Sauerstoff-Bindungskurve nach links
verschoben, was zu einer verminderten O2-Abgabe an die peripheren Gewebe führt
Natriumthiosulfat
Natriumthiosulfat, 10 ml=1000 mg
- Indikationen:
- Vergiftungen mit Blausäure, Cyaniden, Schwermetallen, Jod,
LOST
- Wirkungsmechanismus:
- unterstützt die körpereigene Entgiftung, indem es Schwefel bereitstellt
- Dosis:
- 100 mg/kg KG i.v. (6-10 Amp.) nach der Gabe von 4-DMAP bei Cyanidintoxikationen; bei Vergiftungen mit Jod zur
Magenspülung
- Nebenwirkungen:
- RR-Abfall bei zu rascher Injektion
- Kontraindikationen:
- im Notfall keine
Nitrolingual®-, Corangin®
Glycerolnitrat, 0,4 mg pro Sprühstoß
- Indikationen:
- Myokardinfarkt und/oder Linksherzinsuffizienz, AP, kardiales Lungenödem,
hypertensive Krise, Harnleiter- und Gallenkoliken
- Wirkungsmechanismus:
- enzymatische Umwandlunng zu NO, welches über Beeinflussung des cGMP-
Systems das intrazelluläre Ca2+ erniedrigt und so zu einer Vasodilatation führt; dies vor allen Dingen dort,
wo körpereigenes NO
(=EDRF) durch kranke Gefäßwände zu wenig vorhanden ist
⇒ vasodilatierend, spasmolytisch, Vorlastsenkung mit Herabsetzung des kardialen Sauerstoffbedarfs, kurzzeitige
Senkung des Aortendrucks, Dilatation des Coronar-Arterien
- Dosis:
- mehrere Spraygaben, i.d.R. 2-3, sublingual
- Nebenwirkungen:
- orthostatische Hypotension, selten Kollapszustände, Flush, Kopfschmerz, selten Verstärkung von pektanginösen
Beschwerden ("coronary steal"-Phänomen); bei i.v.-Dauerinfusion nach 24h verringerte bis aufgehobene Wirkung ("Nitrat-Toleranz"),
wahrscheinlich durch Sättigung der Enzymsysteme
- Kontraindikationen:
- kardiogener Schock, schwere Hypotonie; der systolische Blutdruck sollte über 100 mmHg sein
Novalgin®, Berlosin®
Metamizol 2 ml=1000 mg
- Indikationen:
- starke Schmerzzustände, Nieren- und Gallenkoliken, therapieresistentes Fieber
- Wirkungsmechanismus:
- COX-Hemmer, dadurch Prostaglandin-Hemmung ⇒ antipyretisch, spasmolytisch,
analgetisch durch Eingriff in das Schmerz verstärkende System
- Dosis:
- 500-1000 mg langsam über 1-2 Minuten i.v.; am besten als Kurzinfusion, ggf Repitition
- Nebenwirkungen:
- RR-Abfall, sehr selten Agranulozytose, sehr selten allergische Reaktionen bis hin zum Schock
- Kontraindikationen:
- bei Hypotonie Risikoabschätzung
- Interaktionen:
- fällt mit sauren Lösungen aus!
Psyquil®
Triflupromazin, 1 ml=10 mg
- Indikationen:
- Angst- und Erregungszustände, akute Psychosen, starkes Erbrechen
- Wirkungsmechanismus:
- stark potentes Neurolepikum mit Dopamin-Antagonismus, zentraldämpfend, anxiolytisch, antipsychotisch, antiemetisch
- Dosis:
- 1/2 bis 1 Amp. langsam i.v.; 12 Stunden Wirkdauer
- Nebenwirkungen:
- Herabsetzung der Krampfschwelle, RR-Abfall, anaphylaktische Reaktionen, Harnverhalt und Mundtrockenheit (anticholinerge
Nebenwirkungen)
- Kontraindikationen:
- Epilepsie, Intoxikationen mit Alkohol und zentral dämpfenden Pharmaka
- Interaktionen:
- Wirkungsverstärkung mit zentral dämpfenden Pharmaka, günstig in Kombination mit Opioiden mit emetischer Potenz,
Kombination mit Buscopan und Paspertin zu Steigerung des antiemetischen Effektes
möglich
Rytmonorm®
Propafenon, 20 ml=70 mg
- Indikationen:
- supraventrikuläre und ventrikuläre Tachykardien
- Wirkungsmechanismus:
- Natriumkanal-Blocker (Antiarrythmikum der Klasse Ic) mit geringer Beeinflussung der Aktionspotential-Dauer
- Dosis:
- 1 mg/kg langsam i.v. über 3-5 min.
- Nebenwirkungen:
- RR-Abfall, Bradykardie, AV-Blockierung, Herzinsuffizienz, Kammerflimmern und -flattern, Bronchospasmus
- Kontraindikationen:
- Herzinsuffizienz, kardiogener Schock, Bradykardie, SA- oder AV-Blockierungen, obstruktive Lungenerkrankungen
Solu-Decortin®
Prednisolon 250 mg pro Injektionsflasche, aufzulösen in 5 ml Aqua
- Indikationen:
- anaphylaktische Reaktionen, Status asthmaticus
- Wirkungsmechanismus:
- Glucokortikoid, cortisoläquivalente Wirkstärke ca. Faktor 4; antiphlogistisch, zellmembranstabilisierend,
bronchodilatatorisch, antiödematös
- Dosis:
- bis zu 30 mg/kg i.v.
- Nebenwirkungen:
- Nierendepression, BZ-Anstieg
- Kontraindikationen:
- im Notfall keine
Adrenalin, 1 ml=1 mg bzw. 25 ml=25 mg
- Indikationen:
- schwere anaphylaktische Reaktionen, CPR
- Wirkungsmechanismus:
- α- und β-Sympathomimetikum: Steigerung von Herzkraft und Herzfrequenz, Erweiterung der Bronchien, Erhöhung
des peripheren Widerstandes; für die Reanimation scheint besonders die Erhöhung des Aortendrucks durch Erhöhung des
TPR wichtig zu sein
- Dosis:
- bei CPR initial 1 mg 1:10 verdünnt i.v., bei Wirkunslosigkeit 3-5 mg; endobronchial 2-3 mg auf 10 ml isotonische Kochsalzlösung verdünnt; bei Kleinkindern 0,01-0,02 mg/kg! 0,1 mg bei anaphylaktischen Reaktionen und hypovolämischem Schock
(z.B. Polytrauma), evtl. wiederholen
- Nebenwirkungen:
- Tachykardie, Gefahr von Extrasystolen
- Kontraindikationen:
- tachykarde HRST
- Interaktionen:
- nicht zusammen mit alkalischen Lösungen verabreichen (Nabi), da sonst ein Wirkungsverlust eintritt
Toluidinblau
Toluidinblau, 10 ml=400 mg
- Indikationen:
- Vergiftungen mit Methämoglobinbildnern: Nitrate, Nitrite, aromatische Amine; Überdosierung von 4-DMAP im Rahmen von
Cyanidintoxikationen
- Wirkungsmechanismus:
- reduziert Methämoglobin zu Hämoglobin
- Dosis:
- initial 2-4 mg/kg streng i.v.; ggf. Repitition von 2 mg/kg nach 30 Minuten
- Nebenwirkungen:
- Zyanose
Tramal®
Tramadol, 2 ml= 100 mg
- Indikationen:
- mittelstarke bis starke Schmerzzustände
- Wirkungsmechanismus:
- Opioid-Analgetikum (Partialagonist), zentral schmerzhemmend, sedierend, morphinäquivalente Wirkstärke 0,2
- Dosis:
- 1,0-1,5 mg/kg langsam i.v., ggf. Repitition
- Nebenwirkungen:
- Schwitzen, Sedierung, Übelkeit (relativ hohe emetische Potenz, evtl. vorher Paspertin i.v.)
- Interaktionen:
- andere Opiate verdrängen Tramal vom Morphin-Rezeptor; also keine synergistischen Effekte
Trapanal®
Thiopental, 20 ml=500 mg
- Indikationen:
- Narkoseeinleitung, Hirnödemprophylaxe beim SHT, Status epilepticus
- Wirkungsmechanismus:
- Barbiturat; narkotisch, hirndrucksenkend, antikonvulsiv
- Dosis:
- 3-5 mg/kg zur Narkoseeinleitung und initial zur Hirnödemprophylaxe; nach 5-10 Minuten halbe Dosierung repititiv,
individuell nach Wirkung
- Nebenwirkungen:
- Husten, Laryngospasmus, starke RR-Abfälle (Histamin-Ausschüttung), Arrhythmien, Atemdepression, Nekrosen bei paravenöser
Injektion
- Kontraindikationen:
- Intoxikationen mit zentraldämpfenden Pharmaka; Schock, schwere Myokardschäden, Asthma
- Interaktionen:
- zentral dämpfende Pharmaka und Alkohol (Wirkungsverstärkung)
Xylocain®
Lidocain, 5 ml=10 mg
- Indikationen:
- VES, VT,
Digitalisintoxikation, Kammerflimmern, Kammerflattern (bei den beiden letzteren versuchsweise)
- Wirkungsmechanismus:
- Natriumkanal-Blocker, Antiarrythmikum der Klasse Ia, Verzögerung von Reizbildung, Reizausbreitung, Membranstabilisation
und Hemmung der Noradrenalin-Freisetzung
- Dosis:
- 1 Amp. i.v, endobronchial 2-3 mg/kg
- Nebenwirkungen:
- VES, KF, AV-Block,
zentralnervöse Auswirkungen
- Kontraindikationen:
- AV-Block III°; Bradykardie; AV-Dissoziation
© Marc A. Rohling